Für viele Menschen ist das Bügeln eine der unbeliebtesten Hausarbeiten überhaupt. Dennoch kommt man häufig nicht drumherum, wenn man faltenfreie Wäsche haben möchte. Allerdings gibt es viele hilfreiche Tipps, mit denen das Bügeln besonders leicht von der Hand geht.
Moderne Technik, die richtige Vorgehensweise und natürlich Dampf sorgen dafür, dass Kleidung wunderbar glatt wird.

Wenn Sie faltenfrei bügeln wollen, sollten Sie ein paar Punkte beachten

Vorbereitung – das sollten Sie beachten, bevor es mit dem Bügeln losgeht

Grundsätzlich sollten Sie immer bei gutem Licht bügeln. Ist es im Raum zu dunkel, übersieht man schnell Falten und ärgert sich dafür am nächsten Tag umso mehr. Platzieren Sie das Bügelbrett so, dass kein Kabel im Weg ist und das Bügeleisen angenehm über das Bügelbrett bewegt werden kann.
Ein guter Tipp: Spannen Sie über das Bügelbrett ein bisschen Alufolie und decken diese zusätzlich mit einem Tuch ab, bügeln Sie die Wäsche gleich auf der Rückseite mit und müssen sie nicht noch umdrehen, denn Alufolie reflektiert Wärme – das spart nicht nur Zeit, sondern auch wertvolle Energie.
Schaffen Sie zudem schon vor dem Bügeln Platz, um die fertige Wäsche später zusammenzulegen und zu sortieren. Stellen Sie eine Sprayflasche mit destilliertem Wasser neben das Bügelbrett, denn bei vielen Wäschestücken ist es effektiver, wenn diese bei leichter Feuchtigkeit gebügelt wird. Auf diese Weise wird der Stoff schneller glatt.
Ist die Wäsche schon komplett trocken, sprühen Sie sie mit etwas Wasser an und beginnen Sie dann zügig mit dem Bügeln.

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Tipps für faltenfreies Bügeln – so wird Ihre Wäsche richtig glatt

Es gibt einige hilfreiche Tipps, die man kennen sollte, um das Bügeln nicht nur zeitsparend, sondern auch möglichst effektiv zu gestalten. Und wer weiß – vielleicht macht Ihnen die Hausarbeit damit ja mehr Freude?

Investieren Sie in ein gutes Dampfbügeleisen

Mit Dampf geht das Bügeln deutlich schneller von der Hand. Heutzutage gibt es kaum noch Bügeleisen auf dem Markt, die mit Hitze und Druck glätten, sondern vor allem Dampfbügeleisen. Diese stoßen durch eine Düse heißen Dampf aus und pressen ihn durch den Stoff – so lassen sich selbst schwierige Materialien absolut glatt bekommen.
Im Dampf ist nämlich Feuchtigkeit enthalten, der durch die Fasern dringt, diese aufquellen lässt und sie so einfach in Form bringt.

Herkömmliche Dampfbügeleisen arbeiten jedoch gänzlich ohne Druck, bei ihnen wird der Dampf über eine kleine Öffnung auf der Unterseite des Bügeleisens auf die Wäsche gespritzt. Eine andere Möglichkeit ist, sich für eine Dampfbügelstation zu entscheiden, bei der ein zusätzlicher Dampferzeuger im Gerät integriert ist. Hier wird das Bügeleisen über einen eingebauten Schlauch mit Dampf befüllt, der anschließend mit einem Druck von bis zu 5 bar durch das Gewebe gepresst wird. Der Bügelvorgang kann so um die Hälfte der Zeit verkürzt werden – das ist gerade bei Haushalten mit einem hohen Wäscheaufkommen sehr hilfreich.

Man sollte also in erster Linie nach dem eigenen Haushalt gehen, wenn es um die Entscheidung geht, ob man lieber ein Dampfbügeleisen oder eine Bügelstation kaufen möchte: Für große Familien mit viel Wäsche ist eine Bügelstation eine gute Wahl. Sie eignet sich ebenso für Menschen, welche im Beruf stets auf perfekt gebügelte Hemden angewiesen sind. Hat man viele großflächige Wäschestücke, wie Bettwäsche oder Tischdecken, ist eine große Bügelstation häufig am sinnvollsten. Dieses Gerät hat den Vorteil, dass der Tank ein äußerst großes Volumen aufweist und bei durchgehendem Bügeln bis zu drei Stunden lang hält, bevor er erneut aufgefüllt werden muss. Nachteilig sind hier jedoch für viele Menschen die hohen Kosten für die Anschaffung, zudem benötigt eine Bügelstation eine Menge Platz und verbraucht nicht unbedingt wenig Energie.
Hat man dagegen nur wenig Bügelwäsche zu bewältigen oder lebt allein, reicht meist auch ein normales Dampfbügeleisen.

Achten Sie auf Sicherheit beim Bügeln

So manch einer hat sich nach dem Verlassen des Hauses mit einem frisch gebügelten Hemd sicherlich schon einmal gefragt, ob er das Bügeleisen nun wirklich ausgeschaltet hat oder nicht. Damit man sich künftig darum keine Sorgen mehr machen muss, ist es sinnvoll, in ein Gerät zu investieren, bei denen eine automatische Abschaltung eingebaut ist. Diese setzt dann beispielsweise ein, wenn man das Gerät länger als eine Minute nicht mehr bewegt oder es für fünf Minuten aufrecht stehen bleibt.

Wenn Sie mit einem Dampfbügeleisen oder mit einer Bügelstation arbeiten möchten, benötigen Sie dafür einen Bügeltisch, der sowohl höhenverstellbar als auch möglichst stabil ist. Ideal sind Modelle mit einem integrierten Gebläse, das den Dampf direkt absaugt. So bildet sich kein Kondensat am Bügeltisch und die Oberfläche bleibt trocken – gleichzeitig verrutscht die Wäsche nicht mehr so leicht und kann daher schneller und präziser geglättet werden.

Wer häufig über mehrere Stunden hinweg bügelt, bemerkt nicht selten, das dies Rückenschmerzen zur Folge hat. Um dies zu verhindern, sollte man zwischendurch ein Bein auf einem kleinen Schemel platzieren – ganz ähnlich wie beim Tresen in der Kneipe. Das entlastet den Rücken und sorgt für besseren Komfort beim Bügeln. Wechseln Sie das Bein hin und wieder, damit beide Beine gleichmäßig entlastet werden können. Eine Alternative ist, in einem Stehhocker zu investieren, der sich in der Höhe an die eigene Körpergröße anpassen lässt.

Hemden richtig bügeln – so haben Sie keine Probleme mehr mit Falten!

Nicht wenige Menschen benötigen täglich frisch gebügelte Hemden für den Beruf. Daher ist es wichtig, genau zu wissen, wie man hier am effizientesten arbeitet, um diese lästige Aufgabe möglichst zeitsparend zu gestalten.
Anfangs ist es eine gute Hilfe, das Hemd direkt nach dem Waschen auf einen Bügel zu drapieren. So gelangen schon deutlich weniger Knitterfalten in den Stoff als wenn man das Hemd zusammengeknüllt im Korb liegen ließe. Sie sparen sich damit also zusätzliche Arbeit beim Bügeln. Beginnen Sie mit dem Bügeln, wenn das Hemd nur noch leicht feucht, aber noch nicht ganz trocken ist. Der Wasserdampf, welcher beim Bügeln entsteht, hilft dabei, die Falten einfacher zu glätten. Verzichten Sie möglichst auf chemische Bügelprodukte auf dem Kaufhaus, denn diese hinterlassen auf vielen empfindlichen Stoffen unschöne Flecken.

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Nun geht es los: Beginnen Sie an der kniffligsten Stelle, wie beispielsweise am Hemdkragen oder der Ärmelmanschette. Bügeln Sie dabei stets von der Spitze ab zur Mitte hin – erst die Vorderseite, dann die Rückseite, anschließend die Schultern. Wenn das Etikett aus dickem Material besteht, so kann es sein, dass sie die Umrisse mit in das Hemd bügeln, was sehr unschön aussieht. Klappen Sie es daher nach oben.
Zum Bügeln der Manschetten an den Ärmeln sollten die Knöpfe geöffnet werden. Orientieren Sie sich nach der Innennaht, um eine schöne Bügelfalte auf den Schultern zu schaffen. Kleine Falten am Ende des Ärmels glätten Sie am besten mit der Spitze des Bügeleisens.

Wenn es an das Bügeln der Knopfleiste geht, verzweifeln viele Menschen. Das muss jedoch nicht sein, denn Sie brauchen sich in der Regel gar nicht die Mühe zu machen, die Vorderpartie zu bügeln. Es genügt bei den meisten Materialien, wenn Sie die Rückseite mit dem Bügeleisen bearbeiten – das geht schnell und unkompliziert. Lediglich bei dicken Stoffen, wie zum Beispiel Cord, kann es sein, dass Sie auch vorne noch einmal behutsam nacharbeiten müssen.

Prinzipiell gilt bei Hemden: Achten Sie vor allem auf die Vorderseite des Hemdes. Dieses ist der erste Eindruck beim Kundenkontakt und sollte daher entsprechend sauber gebügelt sein. Ist das Hemd glatt, hängen Sie es auf einen Bügel, bis es abgekühlt ist. Schließen Sie einige Knöpfe oben und unten, um das Material in Form zu halten.

Welche Reihenfolge beim Bügeln die beste ist

Wenn sie viel Bügelwäsche haben, sollten Sie zunächst damit beginnen, die kleineren Teile zu bügeln. Große Wäschestücke, wie Bettwäsche oder Tischdecken, bearbeiten Sie dagegen am besten ganz zum Schluss, da diese beim Wenden und Drehen schnell wieder ihre ursprünglichen Knitterfalten erhalten. Sollen mehrere Hemden und Blusen gebügelt werden, gehen Sie idealerweise nach folgendem Schema vor: Kragen, Ärmel, Manschetten, Schultern, Vorder- und Rückenpartie und Knopfleiste.
Noch ein Hinweis: Um zu vermeiden, dass Hemden oder Blusen schon vor dem Bugeln zu stark zerknittert sind, sorgen Sie dafür, dass die Waschmaschine nicht allzu voll ist. Maximal zehn Wäschestücke reichen aus – so ist die Maschine zwar gut gefüllt, aber nicht gestopft voll. Nehmen Sie die einzelnen Teile anschließend möglichst rasch aus dem Wäschekorb und hängen Sie sie auf Bügel auf, damit tiefere Falten erst gar nicht entstehen können.

Nach dem Bügeln – auf die korrekte Nacharbeit kommt es an

Haben Sie alle Wäscheteile geglättet, ziehen Sie den Stecker des Bügeleisens aus der Steckdose und stellen Sie es aufrecht hin bzw. zurück in die Bügelstation. Sollten Sie ein Dampfbügeleisen verwenden, entfernen Sie das restliche Wasser aus dem Tank.

Unter Umständen entstehen am Bügeleisen mit der Zeit Rückstände von Kalk. Diese sollten Sie in gewisser Regelmäßigkeit entfernen, damit unschöne Flecken erst gar keine Chance haben. Wischen Sie die erkaltete Bügelsohle mit einer Mischung aus Wasser und Essig ab.
Im Falle von stärkeren Verschmutzungen – wie zum Beispiel bei Rückständen von Stoffen, die sich auf der Bügelsohle festgesetzt haben – genügt es, wenn Sie etwas Scheuermittel verwenden. Keinesfalls sollten Sie mit spitzen oder scharfen Gegenständen auf dem Material herumkratzen – diese Kratzer werden Sie dann mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr los.