Egal ob Mieter oder Hausbesitzer, Student oder Manager, Frau oder Mann: Eine Grundausstattung an Werkzeugen sollte jeder zu Hause haben. Denn zum einen kann jederzeit etwas kaputt gehen, das schnell wieder einsatzfähig sein soll. Auch dann, wenn der Baumarkt schon zu hat und der Nachbar verreist ist. Zum anderen wird es teuer, wenn Sie für jede Reparatur oder jeden Handgriff einen Handwerker rufen müssen. Welche acht Werkzeuge in jeden Werkzeugkoffer gehören und worauf Sie beim Kauf achten sollten, erfahren Sie hier.

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Der erste Schritt: Ein Werkzeugkasten

Wenn Sie mit der Zusammenstellung Ihrer Werkzeuge beginnen, steht er an erster Stelle auf der Einkaufsliste: der Werkzeugkasten oder -koffer. Er sorgt dafür, dass Sie alle Werkzeuge stets übersichtlich beisammen haben. Außerdem sind Sie mit seiner Hilfe mobil und Ihre Werkzeuge sind überall einsatzbereit. Bei der Auswahl sollten Sie auf eine gute Qualität achten. Wählen können Sie zwischen einem Kasten – dieser bietet viel Platz – und einem Koffer, der etwas handlicher ist.

Werkzeuge in der Werkzeugkiste

Beim Werkzeugkasten ist eine stabile, ausklappbare Variante ideal. Auch sollte der Kasten selbst nicht zu schwer sein, damit er gefüllt noch gut zu tragen ist. Achten Sie außerdem auf sinnvolle Unterteilungen. Sie brauchen unten große Fächer für Hammer, Zangen und andere schwere Dinge. Im oberen Teil sollten kleinere Fächer für Schraubendreher, Klebeband und ähnliches sein. Weiterhin sollte es verschließbare Kleinfächer für Schrauben, Dübel, Nägel und andere Kleinteile geben.

Der handlichere Werkzeugkoffer eignet sich dann, wenn Sie bestimmte Werkzeuge häufig transportieren müssen. Hier ist vor allem ein guter Verschluss entscheidend. Prima sind außerdem Varianten mit individuell verstellbaren Einteilungen.

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Die 8 wichtigsten Werkzeuge

Sie haben einen Platz für Ihre Werkzeuge geschaffen? Dann geht es jetzt an die Zusammenstellung der verschiedenen Utensilien. Wir zeigen Ihnen, welche Werkzeuge Sie wirklich brauchen, wozu Sie diese einsetzen und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

1. Schraubendreher

Egal ob Möbel zusammenbauen, Lampen anbringen oder Geräte öffnen: Schraubendreher benötigen Sie von allen Werkzeugen im Alltag am häufigsten. Daher gehört eine gute Auswahl in Ihren Werkzeugkasten. Am besten schaffen Sie sich mindestens drei Kreuzschlitz-Schraubendreher und drei Schlitz-Schraubendreher in unterschiedlichen Größen an.

Auch Ringschlüssel und Inbus nicht vergessen

Außerdem gehören ein Inbus-Schlüssel und mehrere Ring- und Maulschlüssel zur Grundausstattung im Werkzeugkasten. Die Ring- und Maulschlüssel benötigen Sie für Vierkant-, Sechskant- oder Doppelsechskantschrauben. Wenn Sie jetzt noch einen Spannungsprüfer dazugeben, ist Ihr Schraubendreh-Sortiment perfekt. Diesen benötigen Sie zum Beispiel, wenn Sie eine Lampe anbringen möchten. Wie das geht, erklärt Ihnen dieses Video.

2. Hammer

Ein Hammer sollte in jedem Haushalt vorhanden sein – selbst wenn man kein Heimwerker ist. Denn ein Bild oder eine Uhr an der Wand anbringen möchte wohl jeder mal. Aber welche Hammerarten gibt es und welche gehören zur Grundausstattung?

Schlosserhammer ist unerlässlich

Das bekannteste Modell ist der Schlosserhammer. Dieser besteht in der Regel aus einem Holzgriff und einem Kopf aus Eisen. Typisch für den Schlosserhammer ist die Kopfform: die Bahn – die rechteckige Schlagfläche – ist für klassische Arbeiten wie Nägel einschlagen gedacht. Mit der Finne – dem keilförmig zulaufenden Ende – können Sie einen hohen Schlagdruck ausführen. Ein solcher Schlosserhammer sollte in mindestens zwei unterschiedlichen Größen in Ihrem Werkzeugkasten zu finden sein.

Zimmermannshammer für besondere Arbeiten

Ein weiterer wichtiger Hammer ist der Zimmermannshammer. Dieser hat ebenfalls eine Bahn, aber statt der Finne eine Klaue: Diese eignet sich zum Ziehen von Nägeln. Den Zimmermannshammer benötigen Sie, wenn Sie Dacharbeiten ausführen möchten. Aber auch für Holzarbeiten mit Nägeln über 35 mm ist der Zimmermannshammer geeignet. Wie Sie eine stabile Holzverbindung mit Hilfe des Zimmermannshammers erreichen, erfahren Sie hier.

Gummihammer für schlagsensible Materialien

Auch ein Gummihammer sollte in Ihrem Werkzeugkasten vorhanden sein. Diesen brauchen Sie zum Beispiel, wenn Sie Möbel zusammenbauen: Beim Zusammenfügen von zwei Teilen müssen Sie vorsichtig klopfen, um das Material nicht zu beschädigen. Dies ist mit einem Schlosserhammer nicht möglich. Durch die Gummibeschichtung ist die Schlagfläche beim Gummihammer weicher.

Der Hammer ist eins der wichtigsten Werkzeuge

3.Säge

Eine Säge ist ein wertvoller Helfer – doch die Auswahl ist groß. Welche Säge braucht man als Laie wirklich, und welches Modell eignet sich für welche Arbeiten?

Universaleinsatz: die Handbügelsäge

Bei der Bügelsäge ist das schmale Sägeblatt in einen Bügel eingespannt. Es gibt unterschiedliche Sägeblätter für Holz, Metall oder Kunststoff. Dies macht die Säge zu einem der vielseitigsten Werkzeuge. Auch im Garten ist eine Bügelsäge gut einsetzbar.

Klassiker: der Fuchsschwanz

Ebenfalls vielseitig ist der bekannte Fuchsschwanz. Er gehört zu den Blattsägen und besitzt ein relativ breites Sägeblatt. Damit lässt er sich mühelos bedienen, sorgt aber auch für recht viel Materialverlust beim Arbeiten. Für grobe Arbeiten an Holz und Kunststoff ist der Fuchsschwanz bestens geeignet. Detaillierte Erklärungen zum Fuchsschwanz und anderen Handsägen können Sie sich hier anschauen.

4. Zangen

Auch bei den Zangen ist die Auswahl im Baumarkt so groß, dass eine Entscheidung schwer fällt. Was auf jeden Fall in Ihren Werkzeugkasten gehört, ist eine Kombizange. Diese ist vielseitig einsetzbar. Sie können damit Drähte oder Kabel abzwicken, aber auch Schrauben oder ähnliches festhalten. Die Kombizange kann auch für Elektroarbeiten verwendet werden und sollte daher isolierte Griffe aufweisen.

Unerlässliche Werkzeuge sind auch die Wasserpumpenzange und die Rohrzange. Das Maul der Wasserpumpenzange ist individuell einstellbar, sodass Rohre, Muffen, Schrauben und Muttern in jeder Größe damit festgehalten werden können. Die Rohrzange zeichnet sich dadurch aus, dass sie selbstklemmend ist. Dies funktioniert mit einem Hebelmechanismus. Mit einem Rädchen stellen Sie das Maul ungefähr auf die richtige Größe ein. Dann drücken Sie auf den oberene Zangenarm – schon lässt sich das Werkstück drehen. Das ist ideal, um an Rohren zu arbeiten.

Die Abisolierzange für Kabelarbeiten

Was auf keinen Fall in Ihrem Werkzeugkasten fehlen sollte, ist die Abisolierzange. Mit dieser können Sie die Isolierung eines Kabels entfernen, ohne die Drähte zu zerstören. Dies kann zum Beispiel nötig sein, wenn Sie eine Lampe anbringen.

Die Zange als eins der Werkzeuge nicht fehlen

5. Wasserwaage, Zollstock und Cuttermesser

Gerade wenn Sie in ein neues Heim ziehen, werden sie diese beiden Werkzeuge benötigen: die Wasserwaage und den Zollstock. Mit der Wasserwaage können Sie Möbel und Bilder genau ausrichten. Mit dem Zollstock messen Sie zum Beispiel Wände und Möbel aus.

Das Cuttermesser ist ein praktischer Helfer in allen möglichen Lebenslagen. Ob Verpackungen öffnen, Teppichfliesen zuschneiden oder Kabelbinder durchtrennen: Das Cuttermesser mit seiner scharfen Klinge erledigt diese Arbeiten zuverlässig.

6. Bohrmaschine

Sie passt zwar nicht in den Werkzeugkasten, gehört zum wichtigsten Werkzeug aber auf jeden Fall dazu: die elektrische Bohrmaschine. Hier sollten Sie auf gute Qualität achten und lieber nicht zur günstigsten Variante greifen. Denn die Bohrmaschine soll mit großer Kraft arbeiten, aber leicht sein – nur so können Sie sauber Löcher bohren. Auch ist ein Modell mit Bohrhammer-Funktion empfehlenswert, weil Sie in Betonwände mit der normalen Bohrfunktion nicht durchkommen. Besonders praktisch ist eine Akkubohrmaschine, da Sie damit flexibler arbeiten können als mit der verkabelten Variante.

Zur Bohrmaschine gehört natürlich auch eine gute Auswahl an Aufsätzen in mehreren Größen und für die unterschiedlichen Materialien wie Holz, Stahl und Stein. Es gibt auch Universalaufsätze – diese können für alle Bohrarbeiten außer für Holz eingesetzt werden.

7. Schüssel und Spachtel

Eine elastische Schüssel und mindestens einen Spachtel benötigen Sie zur Ausbesserung von kleineren Löchern. Möchten Sie zum Beispiel eine angeschraubte Wanddekoration versetzen, hinterlässt diese unschöne Löcher in den Wänden. Dann rühren Sie in der Schüssel etwas Spachtelmasse an und geben Sie mit dem Spachtel auf das Loch. Anschließend nur noch etwas Farbe auftragen – und schon ist die Wand fast wie neu. Wie genau das geht, können Sie sich hier anschauen.

8. Zubehör: Schrauben, Dübel, Nägel, Haken

Zuletzt füllen Sie die entsprechenden Fächer Ihres Werkzeugkastens mit den wichtigen Kleinteilen. Dübel, Schrauben, Nägel und Haken in unterschiedlichen Größen und Varianten kann man kaum genug haben.

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Weitere nützliche Helfer

Nun ist die Grundausstattung für Ihren Werkzeugkasten komplett. Natürlich gibt es noch weitere Werkzeuge, die das Leben erleichtern und über deren Anschaffung Sie nachdenken sollten.

Schnelles Arbeiten mit dem Akkuschrauber

Ein praktischer Helfer ist der Akkuschrauber. Mit seiner Hilfe schrauben Sie Möbel deutlich schneller zusammen oder auseinander, als wenn Sie alle Schrauben von Hand drehen. Hier empfiehlt sich ein Modell mit Lithium-Ionen-Akku. Diesen können Sie auch mal länger liegen lassen und er ist trotzdem sofort einsatzbereit.

Auf der sicheren Seite mit dem Ortungsgerät

Bevor Sie ein Loch bohren, schalten Sie natürlich die entsprechende Sicherung aus. Aber auch wenn dadurch die Gefahr eines elektrischen Schlags gebannt ist, ist ein digitales Ortungsgerät praktisch: Denn ist doch mal eine elektrische Leitung durchbohrt, ist das ärgerlich. In dem Fall muss ein Elektriker kommen und die Stromleitung reparieren. Wenn Sie also unsicher sind, wo in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus die Leitungen verlaufen, ist das digitale Ortungsgerät eine gute Investition.

Fugen abdichten mit der Silikonspritze

Ebenfalls nützlich, wenn Sie auch mal etwas abdichten möchten: die Silikonspritze. Gerade in Feuchträumen ist es wichtig, dass Abdichtungen wasserdicht sind. Deshalb sind Fugen hier in der Regel mit Silikon abgedichtet. Um Silikon gleichmäßig aufzubringen, ist die Silikonspritze – die auch Kartuschenpresse genannt wird – unerlässlich. Das Arbeiten hiermit erfordert ein wenig Übung. Am besten schauen Sie sich vorher genau an, wie es funktioniert, zum Beispiel hier.

Werkzeuggürtel: Werkzeuge immer griffbereit

Haben Sie Freude am Heimwerken gefunden? Dann ist ein Werkzeuggürtel eine gute Anschaffung für Sie. Die gerade benötigten kleinen Werkzeuge wie Hammer, Schraubendreher, Schrauben, Nägel oder ähnliches haben Sie somit auch oben auf der Leiter immer griffbereit.